Das Dorf Annaberg (so hieß damals Chałupki) wurde zum ersten Mal 1373 schriftlich erwähnt. In Chałupki (Annaberg) befand sich eine Burg, die zur Bewachung der Handelsroute von Mähren nach Schlesien diente. 1327 schwor Wladislaus von Beuthen und Cosel (1277-1352) dem König von Böhmen den Lehnseid und von diesem Moment an stand Chałupki (Annaberg) unter böhmischer Herrschaft und teilte das politische Schicksal Schlesiens. 1526 starb Ludwig II. von Böhmen und Ungarn (1506-1526) ohne Nachkommen und den böhmischen Thron bestieg Erzherzog von Österreich Ferdinand Habsburg. Auf diese Weise kamen Chałupki (Annaberg) unter habsburgische Herrschaft. In Jahren 1623-1803 befand sich das Schloss im Besitz der Familie Henckel von Donnersmarck. Nach dem Vorfrieden von Breslau, der zur Beendung des 1. Schlesischen Krieges führte, wurde das Städtchen in österreichischen und preußischen Teil geteilt. In Jahren 1844-1936 war das Schloss Eigentum der jüdischen Bankierfamilie Rothschild. 1848 wurde die Bahnlinie Racibórz – Bogumin (Ratibor – Oderberg) eröffnet.

In der Zwischenkriegszeit, im Jahre 1936, wurde das Schloss seinen bisherigen Besitzern von Hitler weggenommen und zusammen mit den anliegenden Gütern der Generalswitwe Baronin Rotkirch von Kirchen und Pancken geschenkt.

Während des zweiten Weltkrieges, am 30. April 1945, wurde Chałupki (Annaberg) von der Roten Armee besetzt und an Polen angegliedert.

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