Towarzystwo Ochrony Zdrowia Ludności Żydowskiej w Polsce (TOZ)

Eine jüdische Organisation, die 1921 in Polen gegründet wurde, und ihren Vorgänger in der russischen Organisation OZE (Obschestwo Zdrawoochranjenija Jewrjejew) hatte. Das TOZ organisierte gesundheitliche Fürsorge besonders für Kinder, indem es eine Reihe von Ambulanzen, Sanatorien und Heilanstalten gründete. Es finanzierte Ferienlager für Kinder aus armen Familien, propagierte Hygiene und Sport und gab Broschüren und Zeitschriften zu diesem Thema heraus. Es machte sich um die Bekämpfung der Typhus- und Tuberkuloseepidemie verdient. Das TOZ wurde vom OZE, dem American Joint Distribution Comitee, der Amerikanische Organisation für Gesellschaftliche Fürsorge und von vielen Privatspendern finanziert. Der Vorsitzende des TOZ war Gerschon Lewin. Das TOZ hatte im Jahre 1939 300 medizinische Einrichtungen an 50 Orten in ganzen Polen. Das TOZ war auch während des Zweiten Weltkrieges tätig und versuchte, den hungernden und kranken Menschen in Ghettos zu helfen. Der Verein wurde auf Befehl der deutschen Besatzer im Jahre 1942 aufgelöst. Er nahm seine Arbeit im Oktober 1946 im Rahmen des Zentralkomitees der Juden in Polen wieder auf. 1950 wurde das TOZ von der kommunistischen Regierung der Volksrepublik Polen wieder aufgelöst und seine Einrichtungen wurden vom Gesundheitsministerium übernommen.

 
Der Text stammt aus dem Buch „Historia i kultura Żydów polskich. Słownik“ („Die Geschichte und Kultur der Polnischen Juden. Glossar.“), dessen Autoren Alina Cała, Hanna Węgrzynek und Gabriela Zalewska sind. Das Buch wurde beim Verlag WSiP herausgegeben.
 

Die Übersetzung dieses Textes wurde ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung der: Konrad Adenauer Stiftung

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