Skif

[jidd. Socjalistiszer Kinder Farband, Sozialistischer Kinderverband]

Eine Kinderorganisation der Partei „Bund“. Sie wurde in den 20er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts auf Initiative der Jugend-Aktivisten des Bundes, der „Cukunft“, gegründet. Die Organisation sollte die zukünftigen Mitglieder der Partei erziehen. Mit der Betreuung der Kinder befassten sich Elternausschüsse. In den 30er Jahren hatte der Skif mehrere tausend Mitglieder in über einhundert Städten in ganz Polen. Man organisierte Gemeindezentren, sowie Besichtigungen und Sommerlager für Kinder. Der Skif war auch während des Aufstandes im Warschauer Ghetto tätig. Nach dem Krieg wurde er reaktiviert, war aber nur von marginaler Bedeutung. 1949 wurde er aufgelöst, zusammen mit der Mehrheit der jüdisch politischen und sozialen Organisationen.

Der Eintrag entstand im Rahmen des Projekts Zapisywanie świata żydowskiego w Polsce [Aufzeichnung der jüdischen Welt in Polen]. Autorin des Projektes ist Anka Grupińska, bekannte polnische Journalistin und Schriftstellerin, die sich in der Neuesten Geschichte der Polnischen Juden spezialisiert. Dieses Projekt, das 2006 vom Museum für die Geschichte der Polnischen Juden initiiert wurde, beruht auf der Aufzeichnung von Gesprächen mit polnischen Juden aller Generationen.

Die Übersetzung dieses Textes wurde ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung der:

Konrad Adenauer Stiftung Polska

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