Konferencja w Wannsee (20.01.1942)

Umgangssprachlicher Name der am 20. Januar 1942 vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) organisierten Konferenz, auf der die Grundsätze der Verwirklichung der „Endlösung” der Judenfrage besprochen wurden. Die Konferenz fand in Berlin im Gebäude Am Grossen Wannsee 50/58 statt. An ihr nahmen Vertreter folgender Ministerien teil: des Reichsministeriums des Inneren, des Auswärtigen Amts, des Reichsjustizministeriums, des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete, Beauftragte für den Vierjahresplan und das GG, die Parteikanzlei der NSDAP und die Reichskanzlei, sowie Vertreter der SS und der Sicherheitspolizei im besetzten Polen. Die Besprechung wurde von Adolf Eichmann geleitet. Grundlegende Entscheidungen wurden schon früher gefällt. Auf der Konferenz wurden hauptsächlich technische Fragen angesprochen: Die Auswahl des Ermordungsortes, der Tötungsmethoden und der dafür zur Verfügung stehenden Zeit, sowie Rechtsfragen, d.h. die Frage des Umgangs mit Halbjuden und Organisationsfragen, wie die Koordinierung des Vorgehens bestimmter Ministerien.

Der Eintrag entstand im Rahmen des Projekts Zapisywanie świata żydowskiego w Polsce [Aufzeichnung der jüdischen Welt in Polen]. Autorin des Projektes ist Anka Grupińska, bekannte polnische Journalistin und Schriftstellerin, die sich in der Neuesten Geschichte der Polnischen Juden spezialisiert. Dieses Projekt, das 2006 vom Museum für die Geschichte der Polnischen Juden initiiert wurde, beruht auf der Aufzeichnung von Gesprächen mit polnischen Juden aller Generationen.

Die Übersetzung dieses Textes wurde ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung der:

Konrad Adenauer Stiftung Polska

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